Presseforum
Pressemitteilung vom 26. September 2008:

Messerstecherei in einem Caritas-Wohnheim

Gericht: Amtsgericht Kaiserslautern
Termin: 26. September 2008, 9:00
Vorwurf: Gefährliche Körperverletzung

Unser Mandant wird von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern angeklagt im Mai 2008 im Aufenthaltsraum des Caritas-Wohnheimes einen anderen Mitbewohner mit einem Küchenmesser grundlos durch mehrer Stiche verletzt zu haben. Im Bereich des rechten Schulterblattes versetze der Angeklagte laut Anklage dem Geschädigten einen 7 cm tiefen Stich und brachte diesem weiter eine ca. 2 cm lange Schnittverletzung an der linken Halsseite bei. Der Geschädigte wurde notärztlich behandelt.
Der Mandant zeigt sich hinsichtlich der Verletzungen des Geschädigten geständig. Die Umstände und den Anlass der Tat gilt es jedoch im Rahmen der Hauptverhandlung aufzuklären. Insbesondere war es nach Ansicht des Angeklagte so, dass er selbst von dem Geschädigten provoziert und angegriffen wurde.
Das Verfahren wurde vor dem Amtsgericht Kaiserslautern eröffnet, so dass gegen den Angeklagten eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängt werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass ein weiteres Verfahren gegen den Angeklagten mit dem Ursprungsverfahren verbunden wurde. Der Angeklagte hat sich in der Verhandlung am 26.09.08 darüber hinaus wegen Beleidigung und Bedrohung zu verantworten.
Laut Anklage soll er im Dezember 2007 einen Streit mit einem Angestellten eines EDEKA-Marktes geführt haben und ausfällig geworden sein. Aus diesem Grund wurde der Filialleiter des Einkaufsmarktes verständigt. Der Aufforderung, den Markt zu verlassen, kam der Angeklagte nicht nach. Er beleidigte den Filialleiter mehrfach und drohte diesem, er würde ihn abstechen. Zur Bekräftigung holte er sein Messer aus der Tasche, klappte es auf und hielt es dem Filialleiter entgegen.
Der Mandant befindet sich seit dem 16.05.2008 in Untersuchungshaft.