Presseforum
Pressemitteilung vom 29. September 2008:

Engländer begeht Einbruchdiebstahl und Hausfriedensbruch in Albig bei Alzey

Gericht: Amtsgericht Alzey
Termin: 29. September 2008, 8:00
Vorwurf: Einbruchdiebstahl

Unser Mandant wird von der Staatsanwaltschaft Mainz angeklagt im Mai 2008 mit einem Stein eine Fensterscheibe zu einem Antikwarenlager eingeworfen zu haben und in die Lagerräume eingestiegen zu sein. Dort soll er eine 2,2 m hohe Standuhr aus Eiche mit Messinggewichten, Pendel und Messingzifferblatt im Wert von 2.000,00 € sowie eine weitere Standuhr aus dunklem Holz im Wert von 150,00 € aus dem Lager entwendet haben.
Noch am selben Tag soll der Mandant sich in das Wohnhaus eines Firmeninhabers begeben haben und sich ohne Berechtigung dort aufgehalten haben. Der Anforderung, das Haus zu verlassen, kam der Angeklagte zunächst nicht nach, ließ sich aber dann widerwillig ohne große Gewalt vom Anwesen drängen.
Weiter wird der Angeklagte beschuldigt, beim Einparken mit dem von ihm geführten Pkw einen weiteren Pkw über eine Länge von 32 cm gestreift und entsprechende Lackschäden von der Beifahrertür bis zur hinteren rechten Tür verursacht zu haben. Obwohl er den Unfall bemerkt haben soll, soll sich der Angeklagte sodann vom Unfallort entfernt haben. Der Sachschaden betrug 1.050,00 €.
Der Mandant befindet sich seit Juli 2005 in Untersuchungshaft in der JVA Rohrbach. Hinsichtlich der Vorwürfe des Einbruchdiebstahls und des Hausfriedensbruch zeigt sich der Angeklagte geständig und weiß, dass er mit einer Freiheitsstrafe zu rechnen hat. Von größerer Bedeutung ist die Frage, ob diese Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann oder nicht.
Problematisch ist, dass der Angeklagte in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt und in Frankreich am 18.4.2008 ein Haftbefehl gegen ihn erlassen worden. Dieser war mit einer Meldeauflage versehen und dem Verbot, Frankreich nicht zu verlassen, außer zu beruflichen Gründen. Da sich der Angeklagte dieser Auflage widersetzt hat, wird er in Frankreich mit weiteren strafrechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.