Presseforum
Pressemitteilung vom 5. Mai 2011:

Die ewige Frage, wer wen schlug …

Gericht: Amtsgericht Heidelberg
Termin: 5. Mai 2011, 8:30
Vorwurf: Gefährliche Körperverletzung

Unser Mandant soll der wesentliche Beteiligte eine Schlägerei in Heidelberg gewesen sein, als er mit anderen Jugendlichen mit einem Ruftaxi auf dem Weg nach Hause war. Dabei soll es zu einem Streit zwischen ihm un einem ehemaligen Mitschüler gekommen sein, in dessen Verlauf unser Mandant eine Schnittverletzung an der Hand von einem Messer und zwei andere Beteiligte eine Presslung am Kopf von einem Faustschlag und Nasenbluten von einem Kopfstoß davongetragen haben sollen.

Wie bei Vorfällen dieser Art häufig war in erheblichem Maße Akohol maßgeblich nicht nur für eine gewalttätige Auseinandersetzung, sondern auch für die Tatsache, dass sich die Betiligten nur noch ungefähr an die genauen Abläufe erinnern können. Die Zeugenaussagen liefern kein eindeutiges Bild von den Abläufen. In Betracht kommt eine – möglicherweise wechselseitige – Notwehrsituation. Auch ist es bereits zu klärenden Gesprächen und einer Entschuldigung des nunmehr von der Staatsanwaltschaft als Opfer bezeichneten Beteiligten gegenüber unserem Mandanten gekommen, deren Gegenstand eine Aggression gegen unseren Madnanten war, in deren Zuge es zu der Messerverletzung gekommen ist.

Das Gericht hat nun die Aufgabe, die Fäden zu entwirren. Eine Verurteilung kann nur dann erfolgen, wenn ohne vernünftige Zweifeln zur Überzeugung des Gerichts feststeht, dass unser Mandant eine Straftat begangen hat und nicht etwa durch Notwehr gerechtfertigt war.