Presseforum
Pressemitteilung vom 13. September 2011:

Wurf mit einem Betonblumenkübel vorgeworfen

Gericht: Landgericht Heidelberg
Termin: 13. September 2011, 9:00
Vorwurf: Versuche gefährliche Körperverletzung

Vor dem Landgericht Heidelberg geht ein Verfahren in die zweite Runde, das nach erfolgreicher Revision zur erneuten Berufungsverhandlung an das Landgericht zurückverwiesen wurde. Dem Mandanten wird vorgeworfen, im Zuge einer nachbarschaftlichen Streitigkeit einen Betonblumenkübel von seinem Balkon geworfen zu haben, um seine im Hof stehende Kontrahentin zu verletzen. Der Ageklagte bestreitet jede Verletzungsabsicht, es sei ihm nur darum gegangen, die Zeugin zu erschrecken. Da dieser aber nichts geschehen ist, geht es für den Tatnachweis gerade um das, was sich der Angeklagte vorgestellt hat. Erst wenn kein vernünftiger Zweifel daran besteht, dass er tatsächlich mit Verletzungswillen gehandelt hat, kann er verurteilt werden. Das Amtsgericht hatte ihn erstinstanzlich freigesprochen, das Landgericht ihn dann zunächst nach Berufung der Staatsanwaltschfat verurteilt. Dieses Urteil wurde auf die Revision des Angeklagten durch das Oberlandesgericht Karlsruhe aufgehoben.