Presseforum
Pressemitteilung vom 23. September 2013:

Straftat unter Straftätern

Gericht: Landgericht Baden-Baden
Termin: 23. September 2013, 9:00
Vorwurf: Schwere räuberische Erpressung sowie Handeltreiben mit Waffen

Vor dem Landgericht Baden-Baden mussten sich vier Angeklagte wegen dem Vorwurf Handeltreiben mit Betäubungsmittel verantworten.

Die Besonderheit hierbei war jedoch, dass drei der Angeklagten zusätzlich Handeltreiben mit Waffen sowie eine schwere räuberische Erpressung zum Nachteil des vierten Angeklagten vorgeworfen wurde.

Hintergrund war, dass zwei der Angeklagten von dem Haupttäter Betäubungsmittel (Haschisch) bezogen hatten. Dieses Haschisch gaben sie an den vierten Angeklagten weiter, der später dann seine Schulden nicht begleichen konnte.

Dies führte im Nachhinein dazu, dass der vierte Angeklagte körperlich misshandelt wurde und hierbei auch eine Drohung mit einer Schusswaffe erfolgte. Sinn und Zweck dieser späteren Auseinandersetzung war, dass der vierte Angeklagte seine Schulden begleicht.

Aufgrund dieses komplexen Sachverhaltes und den vorliegenden Geständnissen, konnte das Gericht feststellen, dass mehrfach in mehreren Fällen Handel mit Betäubungsmitteln betrieben wurde. Des weiteren konnte das Gericht feststellen, dass durch Einsatz von Waffen (Baseball-Schläger) einer der Angeklagten misshandelt wurde und auch noch mit einer Schusswaffe die ihm in den Mund gesteckt wurde zur Zahlung aufgefordert wurde.

Das Gericht wertete das hier die Besonderheit war, dass der Einsatz der Schusswaffe die zur Bedrohungszwecken eingesetzt wurde, nicht mehr unmittelbar als Handeltreiben mit Waffen gesehen werden kann.

Es führt aus, dass der „Rauschgiftdeal“ bereits seit längerem abgeschlossen war. Dies führte dazu, dass wegen dem späteren Angriff auf den vierten Angeklagten lediglich von einer räuberischen Erpressung ausgegangen werden kann.

Aufgrund der Vielzahl der Delikte die durch den Gesamtsachverhalt erfüllt war, wurde der Haupttäter zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und die weiteren Täter jeweils zu einer Freiheitsstrafe von drei, zwei, einem Jahr verurteilt.